| Frühlingsfest für Menschlichkeit und Toleranz am Aschermittwoch wird auf Mai verschoben! Die aufgeheizte innenpolitische Situation, der unübersehbar tiefe Riss, der quer durch die österreichische Bevölkerung geht, und die zunehmende politische Agressivität haben die Organisatoren des für Aschermittwoch geplanten "Frühlingsfestes für Menschlichkeit und Toleranz - Gegen soziale Kälte" nach Rücksprache mit der Exekutive und der Bezirkshauptmannschaft dazu veranlasst, diese bewusst nicht als Kundgebung oder Demonstration geplante friedliche Aktion dennoch nun auf Mai zu verschieben. Die Organisatoren weisen mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass ein ähnlicher "Aktionstag für Menschlichkeit und Toleranz" bereits im Juli vergangenen Jahres am Hauptplatz in Ried ohne die geringsten Vorkommnisse stattgefunden hat. Es gibt aber für den Aschermittwoch konkrete Hinweise, wonach auch extrem rechte DVU- Kreise aus dem benachbarten bayerischen Raum (Passau) bereits gegen diese Veranstaltung mobilisieren. Es besteht daher die Gefahr, dass dieses Frühlingsfest von extremen Kreisen auch als Bühne für möglicherweise gewalttätige Auseinandersetzungen missbraucht wird. Die Verschiebung des Frühlingsfestes für Menschlichkeit und Toleranz fiel den Organisatoren nicht leicht und sollte alle politisch Verantwortlichen zur Nachdenklichkeit stimmen: Wie weit steht es mit unserer demokratischen Kultur, wenn angesichts drohender, möglicherweise gewalttätiger Auseinandersetzungen friedliche, demokratische Aktivitäten nicht stattfinden können? Der Runde Tisch für Menschlichkeit und Toleranz in Ried sieht die Verschiebung des Frühlingsfestes jedenfalls als seinen Beitrag zur Entschärfung der Situation. Wir rufen alle politischen Kräfte, egal ob sie zum Hauptplatz in Ried, in die Bauernmarkthalle aber auch in die Jahnturnhalle (ge-)kommen (wären), zur Zurückhaltung auf. Die Organisatoren des Frühlingsfestes rufen aber auch eindringlich die Medien zur Mäßigung auf, weil eine effektheischerische Berichterstattung, entgegen den Intentionen der Organisatoren und wohl der Medien selbst, für gewaltbereite extreme Kreise (links wie rechts) in Wirklichkeit natürlich eine mobilisierende Wirkung haben. Info von Makor Christian <Christian.Makor@spoe.at> PS: Die unabhängig davon geplanten Aktionen der Frauenorganisationen zum Internationalen Frauentag (seit jeher 8. März!) bleiben von dieser Verschiebung selbstverständlich unberührt. |