| Aktion Zivilcourage laedt ein zur Diskussion "FPOe - ein modernes Projekt des Rechtsextremismus" Vortrag mit Heribert Schiedl Die Aktion Zivilcourage, eine unabhaengige Plattform von Vereinen und Einzelpersonen, laedt nun - nach einer erfolgreichen Grossdemonstration am 12.2. und zwei musikalischen Wandertagen - zur Diskussion des brisanten Themas ein. Damit will die oberoesterreichische Widerstandsbewegung bewusst auch zur inhalten Auseinandersetzung mit den veraenderten innenpolitischen Verhaeltnissen auffordern. Rechtsextreme Parteien und Bewegungen in Europa treffen sich in mehreren Punkten. Zunächst sehen sie ihr jeweiliges "Vaterland" von außen bedroht. Gegen die "Anderen" mobilisieren sie das nationale "Wir". Der nachfaschistische Rechtsextremismus möchte den Nationalsozialstaat nicht nur ethnisch "rein" halten, sondern auch autoritär nach innen befestigt wissen. Denn der ersehnten Homogenität droht Gefahr nicht nur von aussen: Im Inneren spalten Interessenskaempfe und Pluralismus jene Bezugsgroesse, die einst "Volksgemeinschaft" hieß. Bei aller Gemeinsamkeit in Form und Inhalt hat sich zwar der moderne Rechtsextremismus bis dato kaum zu einer laenderübergreifenden Bewegung ausgewachsen, dennoch sind die Vernetzungsversuche auf der Ebene der Ideologiebildung, wo die Gemeinsamkeit der Feindbilder vereinheitlichend wirkt, weit fortgeschritten. Der Vortragende: Heribert Schiedel ist freier Mitarbeiter im Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstandes, Wien. Vortrag mit Heribert Schiedl (Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstandes DOeW) "FPOe - ein modernes Projekt des Rechtsextremismus" Fr. 10. Maerz 2000, 19.00 Uhr, Kunstuniversitaet 1. Stock, Hauptplatz |