Leserbrief

Bockige Schafe gegen Medienraub

Andreas Khol sei’s gedankt, dass wir wieder zwischen „Böcken und Schafen"unterscheiden lernen. Zwischen jenen, die den Herdentreibern folgen und sich von seinen Wachhunden einschüchtern lassen. Und den anderen, die bockig darauf reagieren, dass einige neo-kapital(istische) Böcke zu Gärtnern gemacht werden. Dass diese mit allen verfügbaren Mitteln die Bockigkeit der Schafe brechen wollen erinnert fatal an Orwells „Farm der Tiere". Österreich als orwellsches „Hohe-Tiere-Reich" - mutiert zu Huxleys „Schöner neuer Welt"?! Und wenn man uns mit dem fiskalischen Raubgriff unsere Printmedien entreissen will, müssen wir dagegen gewaltfrei Widerstand mit bewährten Methoden oppositioneller Bürgerbewegungen leisten. Das ist mühsamer und aufwendiger, aber mit einer direkten Zusammenarbeit zwischen Informierenden und jenen, die Informationen nicht nur konsumieren sondern sie auch weiterverarbeiten und -verteilen.

Matthias Reichl
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit
Wolfgangstr. 26
4820 Bad Ischl