PLATTFORM
2-RAD GEGEN DOPPELMORAL Wien am 15 Februar 2000

1, INHALT UND MOTTO

Wir verstehen uns als kreativ kritische Masse, die als sozio-ökologischer Wachturm, Aktionen zum nachdenken setzen möchte.

......
Wenn ich um der Freiheit willen einen Teil der Freiheit aufschiebe,
verrate ich für immer die ganze Freiheit.
Freiheit ist unaufschiebbar.

Wenn ich um der Freiheit willen Machtpolitik betreibe,
verrate ich mich selber und die Freiheit.
Freiheit kann nicht an die Macht kommen,
ohne Unfreiheit zu werden und zu erzeugen,
aber sie kann gegen Macht kämpfen, indem sie Freiheit ist,
und sie kann vielleicht die Macht abschaffen.

Wenn ich die Freiheit einem Sinn unterordne,
verrate ich die Freiheit.
Es gibt keine unsinnige und keine sinnlose Freiheit

Freiheit ist Freiheit für mich und für dich
Und für ihn und für sie und für es
Und für uns und für euch und für sie
Freiheit ist unteilbar.
Freiheit, die nicht auch deine Freiheit ist,
ist keine Freiheit

(ERICH FRIED)


2, TREFFPUNKT UND AKTION

In Zukunft werden wir uns wöchentlich zum gemeinsamen radfahren treffen und Fragen an die Macht stellen.
Treffpunkt der Fahrraddemos (critical mass) immer

Freitags 16:00
im 1 Hof Altes AKH
(9,Spitalgaess/9,Alserstraße)

anschließend setzen wir Aktionen um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für unsere Anliegen zu finden.

Ca. 18:00
3,Schwarzenbergplatz
wollen wir unsere öffentliche Frage an die Macht stellen

gleichsam werden wir eventuell eingegangene Antworten auf schon gestellten Fragen der "critical mass" verlautbaren.


3, WÖCHENTLICHE FRAGE

Frage vom 19 2 2000

An Frau Ministerinn SICKEL Sozialministerium

Antwort bis 26 2 2000 bzw Bekanntgabe des Antworttermins


Thema: FREIHEITLICHER SOZIALFOND

Bezugnehmend auf diverse Pressemeldungen verstehen wir den "Freiheitlichen Sozialfond" als Maßnahme
zum Sparen, bei denen die es sich leisten könnten. Weiters empfinden wir die öffentliche Kundmachung dessen
als ein Versprechen an den braven, fleißigen und tüchtigen "Österreicher".
Eine nachträgliche Änderung würden wir als ein gebrochenes Versprechen ansehen

"Ein gebrochenes Versprechen, ist ein gesprochenes Verbrechen"
(ERICH FRIED)

Wir bitten Sie daher folgende öffentliche Anfragen zu beantworten:

1. Werden die Politiker der FPÖ ihr gegebenes Versprechen, ihre Bezüge auf 60 000.- öS zu begrenzen, und den Überschuss an den "Sozialfond" überweisen?

2. Wie stehen Sie zu der Überlegung dieses (durchaus begrüßenswerte) Vorhaben auf alle Politiker auszudehnen?

3. Gibt es Ihrerseits eine moralische Einkommensobergrenze angesichts 1.000 000 Österreicher die an bzw unter der Armutsgrenze leben?

4. Was ist dieser "Sozialfond" , für welche Zwecke wurde und wird er verwendet?

5. Wer hat bisher wieviel eingezahlt?

4, VERTEILER

Tageszeitungen: der Standard, Presse, Kurier, Krone, Salzburger Nachrichten, Oberösterreichische Nachrichten
Tiroler Tageszeitung, Täglich Alles, Kleine Zeitung
Herold Tribune
Wochenmagaziene: Falter , Profil, Format, News, Spiegel, Die Zeit

Politische und andere Die Grünen, SPÖ, FPÖ, ÖVP, LIF, KPÖ, SJ, AKS, VSSTÖ,
Organisationen : SOS-Mitmensch, Demokratische Offensive, Getto attack, Plattform kritischer
Bürgerinnen, Caritas, Helping Hands, Amnesty International, Hallamasch Festivall, WUK, EKH, Arena,

Weiters an Radio Orange, FM 4 , ORF , NTV, Euro News, TIV