19.2.2000 Aussendung "Ökologische Linke"
Gegen die Spaltung des Widerstands!
Die Teilnahme von so vielen DemonstrantInnen an der Demonstration vom
19.2. war ein starkes Zeichen des Widerstandes. Will dieser Widerstand
aber in Zukunft erfolgreich sein, muß er massiv und geschlossen auftreten
und sich keinesfalls in "gute" und "böse" DemonstrantInnen spalten lassen.
Die massiven Polizeiübergriffe gegen autonome DemonstrantInnen müssen zu
einer scharfen Reaktion ALLER DemonstrantInnen führen.
Bereits die Personalkontrollen beim EKH zu Mittag stellen einen massiven
und rechtswidrigen Übergriff auf potentielle DemonstrantInnen dar. Die
Prügelexzesse gegen die autonomen und anarchistischen DemonstrantInnen am
Westbahnhof sind da nur die vorläufige Spitze einer Repressionswelle, die
das Gesicht des neuen Regimes zeigt.
All das spielt sich noch unter den Augen der Weltöffentlichkeit ab. Was
wird sein, wenn die internationalen JournalistInnen das Land wieder
verlassen haben?
Und wie wird eine EU reagieren, deren Polizeieinheiten DemonstrantInnen
in
Frankreich und Deutschland davon abhält, nach Wien zu kommen um gegen die
Regierungsbeteiligung der FPÖ zu protestieren?
Nun gilt es international gegen diese Repressionswelle zu protestieren und
in Österreich selbst massiv und geschlossen gegen sie vorzugehen! Eine
Spaltung in "gute" und "böse" DemonstrantInnen ist nur möglich, wenn sich
die DemonstrantInnen spalten lassen. Diese Rechnung darf nicht aufgehen.
Leisten wir Widerstand!
Ökologische Linke (ÖKOLI)
Oekologische.Linke@reflex.at